DSL
Was lange währt ... !
 
 
Status/Baufortschritt/Bauablauf zur Breitbandversorgung 2011
 
AprilAbnahme der Netzplanung
JuliBeginn Einzug von LWL-Kabel (ab 22.KW)
AugustMontage der DSL-Systemschränke erfolgt im Laufe des Monats
SeptemberGeplante Inbetriebnahme der DSL-Systemtechnik i
OktoberAnschaltung der ersten Kunden, und die technische Endabnahme

 
 
Information zur Breitbanderschließung in den Ortsteilen Radis, ..., Dabrun, Boos, Melzwig
Auszug aus dem Amtsblatt vom 20. April 2011
 
Da in den oben genannten Ortsteilen eine Breitbandversorgung derzeit nicht bzw. nur mit niedrigen Übertragungsraten verfügbar ist, erfolgt durch die Stadt Kemberg ab dem 2. Quartal 2011 die Herstellung der Verfügbarkeit bzw. Verbesserung der breitbandigen Versorgung mittels Festnetz-Technologie.
Hierzu wurden der Stadt Fördermittel bewilligt und entsprechende Verträge geschlossen.
 
Die Fertigstellung ist im 3. Quartal 2011 geplant.
 
Nähere Auskünfte hierzu erhalten Sie bei der Bau- und Liegenschaftsverwaltung der Stadtverwaltung Kemberg unter Telefonnummer 034921/71214, Ansprechpartnerin: Frau Klawikowski.

 
 
Stand 25.01.2011
 
Die Arbeiten der Telekom sind bis Ende 2011 abgeschlossen und Dabrun erhält damit Zugang zum Breitband-Internet. Die Kosten von ca 35.000 € werden zu 87.5% aus Fördermitteln getragen und zu 12.5% von der Stadt übernommen.
 
 
 

 
Stand 10.2010 - Interaktive Karte unter www.zukunft-breitband.de .

 
 
DSL-Check-Statistik Dabrun. Juni 2009
 
Boos 85.7% MBit-BreitbandT-DSL7von7~1024 kbit
Dorfstraße 12.9% MBit-BreitbandT-DSL41von62~384 kbit. 21 zu lang
Globiger Straße kein MBit-BreitbandT-DSL2von17~64 kbit. 15 zu lang
Im Winkel kein MBit-BreitbandT-DSL1von6~64 kbit. 5 zu lang
Keine Adresse kein MBit-BreitbandT-DSL0von8~64 kbit. 8 zu lang
Rackither Straße kein MBit-BreitbandT-DSL0von15~64 kbit. 15 zu lang
Ringstraße kein MBit-BreitbandT-DSL0von1~64 kbit. 1 zu lang
Rötzsch kein MBit-BreitbandT-DSL0von12~64 kbit. 12 zu lang
Rötzscher Straße kein MBit-BreitbandT-DSL1von4~64 kbit. 3 zu lang
Schulstraße kein MBit-BreitbandT-DSL4von36~64 kbit. 32 zu lang
Wachsdorf kein MBit-BreitbandT-DSL2von2~384 kbit
Weinberg kein MBit-BreitbandT-DSL0von8~64 kbit. 8 zu lang
Weinbergstraße kein MBit-BreitbandT-DSL0von3~64 kbit. 3 zu lang
Wittenberger Straße kein MBit-BreitbandT-DSL9von9~384 kbit

 
 
Gemeinden sollen DSL mit bezahlen - Telekom will Kooperationsverträge mit Gemeinden - Breitband für Bürger auf dem Land mit Geld oder Kunden.
Auszug aus der Mitteldeutsche Zeitung vom 24. Oktober 2008
 
... Ohne das werden kleine Gemeinden im ländlichen Raum kaum an einen vernünftigen Breitband-Anschluss fürs Internet kommen. Vertreter der Telekom haben auf Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten Engelbert Wistuba am Donnerstagabend im Neuen Rathaus ihre Wege zu DSL-Anschlüssen in kleinen Gemeinden aufgezeigt.
 
Dass die dringend notwendig sind, haben Vertreter aus den Gemeinden mehr als deutlich gemacht. Seine Tochter müsse sich um einen Studienplatz bewerben, manche Unis ließen das nur noch online zu, beklagte ein Diskussionsteilnehmer aus Dabrun. Schüler, die mangels Breitband-Anschluss nicht alle Hausaufgaben erledigen können, Firmen, die ohne schnelle Verbindung Wettbewerbsnachteile befürchten, Gemeinden, die dadurch Standortnachteile in Kauf nehmen müssen. Alles war am Donnerstag zu hören - inklusive der klassischen Klagen über die Telekom von verschusselten Anträgen bis zu falschen Auskünften.
 
Dem hatten Hartwig Timpe, Leiter des T-Systems-Verbindungsbüros Ost und Tobias Zimmermann, der Vertriebsleiter für Kommunen in den neuen Bundesländern, nicht viel entgegenzusetzen. Gleichwohl zeigten sie, wie Gemeinden aus ihrer Sicht an einen DSL-Anschluss kommen. Die Telekom allein werde das nicht schaffen, weil die Investitionen kaum zu decken wären. Also schlägt sie den Gemeinden vor, sich entweder an den Kosten zu beteiligen oder als Vertriebspartner genügend Kunden zu garantieren, um das Risiko zu minimieren. "In Baden-Württemberg haben wir 100 solcher Kooperationsverträge", sagt Hartwig Timpe.
 
Billig ist der Anschluss nämlich keineswegs. Je nach Bodenbeschaffenheit kostet das Verlegen eines passenden Kabels vom Knotenpunkt ins Dorf 25 000 bis 100 000 Euro pro Kilometer - plus Kosten für die Anschlussstelle. Steutz beispielsweise liegt zehn Kilometer vom nächsten Knoten entfernt, da wäre selbst mit Eigenleistung der Kommune, die durchaus möglich wäre, wohl kaum was zu machen. "Wir hatten früher Richtfunk", weiß Jörg Grundmann von der Steutzer DSL-Initiative, "darüber müsste es doch auch gehen". "Das muss man prüfen", sagt Hartwig Timpe. Tatsächlich hat die Telekom seit kurzem diese Variante im Angebot. Allerdings könnte dies in manchen Fällen unter dem Strich teurer werden.
 
Um die Belastung etwas zu mildern, hat die Bundesregierung ein Förderprogramm aufgelegt, mit dem der Eigenanteil der Gemeinden am Schultern der "Deckungslücke" verringert werden soll. Für Sachsen-Anhalt stehen noch in diesem Jahr 1,63 Millionen Euro zur Verfügung, um ländliche Kommunen ans DSL-Netz zu bringen. Der Haken: Der Annahmeschluss für die Anträge, die mit detaillierten Angaben unterfüttert sein müssen, ist demnächst. Weil das Land sich aber vorbehält, nur Pilotprojekte zu fördern, könnte das auch noch vergebene Liebesmüh' sein. "Da müssen wir nachhaken", fordert Wistuba."

 
 
Dem lahmen Internet auf die Sprünge helfen
Land fördert Modellregionen - In kleinen Orten wächst Sorge

Auszug aus der Mitteldeutsche Zeitung vom 11. September 2008
 
Die Werbung, sagt Wilfried Pollex frustriert, "gaukelt uns ungeahnte Möglichkeiten bei der Internetnutzung vor". Die Realität sieht im ländlichen Raum anders aus, weiß der EDV-Fachmann im Coswiger Rathaus und klickt im Netz auf den Breitbandatlas des Bundeswirtschaftsministeriums. Dort sind fast alle Orte der Verwaltungsgemeinschaft als weiße Flecken eingezeichnet. Die Legende zur Karte liefert die Wahrheit: null verfügbare Techniken. "Seit Anfang der 1990er Jahre das Telefonnetz ausgebaut wurde, sind wir auf diesem Stand hängen geblieben. Nur in der Stadt selbst haben wir keine Probleme." 200 Gemeinden in Sachsen-Anhalt sollen das lähmende Internet-Schicksal der Dörfer der Coswiger Verwaltungsgemeinschaft teilen. Der Grund ist klar. Die Anbieter scheuen aus Kostengründen eine Investition.
 
Die Landesregierung will daher Abhilfe schaffen und hat eine Breitband-Initiative für die unterversorgten Regionen aufgelegt. Bis 2010 stellt das Land insgesamt drei Millionen Euro zum Aufbau einer Infrastruktur zur Verfügung (die MZ berichtete). Die scheinbar gute Nachricht hat allerdings Haken. So müssen die Antragsunterlagen mitsamt Projektbegründung von den Kommunen bis zum 31. Oktober dieses Jahres an das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) eingereicht werden. Im November soll dann eine Kommission unter Leitung des Landwirtschaftsministeriums über die "modellhaft ausgewählten Regionen" befinden, heißt es in einer Presseerklärung. Vor allem die kleinen Orte fürchten nun, dass sie durch den Rost fallen. So sprach Sernos Bürgermeister Peter Nössler (CDU) am Mittwochabend auf der Gemeinschaftsausschusssitzung der VG Coswig denn auch von einer "Sauerei". Es könne nicht sein, dass der eine etwas bekomme und der andere nicht.
 
Die Glücklichen, die den Anforderungen der Kommission standhalten, werden mit 60 Prozent der Kosten für die technische Installation einer Breitband-Versorgung gefördert, höchstens jedoch mit 200 000 Euro pro Maßnahme. Die übrigen 40 Prozent muss die jeweilige Gemeinde aufbringen. Im Landwirtschaftsministerium weist Pressesprecher Detlef Thiel die Sorgen der kleinen Ortschaften zurück. "Die Größe einer Gemeinde ist kein Kriterium. Wir nehmen alle Anträge ernst." Dass die Zeit bis Ende Oktober verdammt knapp sei, um die Unterlagen zusammenzustellen, "ist uns bewusst". Man verlange den Gemeinden einiges ab. Es müsse aber niemand verzweifeln, versucht Thiel zu beruhigen, "denn es wird im nächsten Jahr eine neue Auswahlrunde geben". Laut Thiel spielt die Art der Breitband-Versorgung bei der Förderung keine Rolle. DSL sei nur eine Möglichkeit, dem Internet auf die Sprünge zu helfen. Wilfried Pollex hat unterdessen den Forderungskatalog des Landes unter die Lupe genommen und einen Passus dick angestrichen. So ist die Förderfähigkeit nur dann gegeben, wenn zuvor die einzelnen Anbieter versichert haben, dass sie aus wirtschaftlichen Gründen nicht investieren wollen. "Fast im gleichen Atemzug müssen sie aber Angebote für die Projekte abgeben", wundert er sich. "Für mich ist das ein Widerspruch." Nicht so für das Ministerium, "weil sich ja durch die Förderung die Rahmenbedingungen ändern", sagt Thiel.
 
Einige Gemeinden suchen längst nach eigenen Lösungen, unter anderem über regionale Firmen, die Antennen oder Satellitenschüsseln zur Einspeisung nutzen wollen. Pollex klickt auf den Brandbandatlas und zeigt auf Brandenburg. Die Gemeinden an der Grenze zu Sachsen-Anhalt sind farbig abgesetzt und keine weißen Flecken. "Wenn es dort geht, muss es doch auch bei uns funktionieren."